Wenden Sie dieses Arzneimittel genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wenn von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosierung: Das Granulat ist in Flüssigkeit (Wasser oder Fruchtsaft) aufgelöst einzunehmen. Nicht auf nüchternen Magen trinken. Nehmen Sie während der gesamten Behandlungszeit sehr viel Flüssigkeit zu sich. Die einzunehmende Dosis Uralyt-U ist anhand des Säuregrades des Urins zu berechnen; dieser Säuregrad muss bei Harnsäuresteinen in den Neutralbereich, d. h. auf einen pH zwischen 6,2 und 7,4, gebracht werden.
Die empfohlene Dosierung beträgt 4 Messlöffel, verteilt auf 3 Einnahmen: - 1 Messlöffel morgens zwischen 7 bis 8 Uhr; - 1 Messlöffel gegen 12 Uhr; - 2 Messlöffel gegen 22 Uhr. Der Säuregrad des Urins wird mit dem beigefügten pH-Indikatorpapier überprüft. Die Messwerte des Säuregrades (pH) sind morgens, nachmittags und abends vor der Einnahme von Uralyt-U zu notieren. Ein halber Messlöffel Uralyt-U erhöht den pH-Wert um ca. 0,2 Einheiten. Der eventuelle Ausgleich erfolgt am darauffolgenden Tag durch Anpassung der Dosis, die vor der zu korrigierenden Messung des pH-Werts eingenommen wurde. Zur Behandlung der Porphyria cutanea tarda muss der pH-Wert des Urins zwischen 7,2 und 7,5 liegen. Bei Zystinurie muss der pH des Urins zwischen 7,5 und 8,5 liegen. Auf eine Flüssigkeitszufuhr von 3 l täglich muss geachtet werden. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Uralyt-U anwenden müssen.
Wenn Sie eine größere Menge von Uralyt-U eingenommen haben, als Sie sollten Bei Anwendung einer zu hohen Dosis Uralyt-U nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem Giftnotruf auf (070/245.245).
Bei Anwendung zu hoher Dosen oder Langzeitanwendung können sich in den Harnwegen Calciumsteine bilden. Die einmalige Einnahme einer hohen Dosis kann zur Erhöhung des Kaliumspiegels im Blut führen und Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und in schweren Fällen Sensibilitätsstörungen, Muskelschwäche, geistige Verwirrung, Anomalien im Elektrokardiogramm (EKG) zur Folge haben. Bei versehentlicher Einnahme einer sehr hohen Dosis den Arzt rufen.
Bei massiver versehentlicher Überdosierung den Verdauungstrakt entleeren, falls die Einnahme vor kurzer Zeit erfolgte. Andernfalls sollte ein Kaliumaustauscher (z. B. Polystyren-Calcium-Sulfonat) verabreicht werden, um die Resorption im Magen-Darm-Trakt zu hemmen. Bei Herzrhythmusstörungen muss sofort eine intravenöse Verabreichung eines Calciumsalzes oder eines Natriumbikarbonates erwägt werden. Die weitere Behandlung ist im Krankenhaus durchzuführen.
Wenn Sie die Einnahme von Uralyt-U vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Uralyt-U abbrechen Keine