Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Es ist wichtig, die Dosierung den individuellen Bedürfnissen der Patienten anzupassen.
Eine regelmäßige Kontrolle des Calciumgehalts im Blut, des Calciumgehalts im Urin und der alkalischen Phosphatasen ermöglicht die Bewertung der Behandlung und gegebenenfalls das Erkennen einer Übervitaminierung, besonders bei der Verabreichung starker Dosen. Jeder Indikation der Vitamintherapie unterliegt, ob zur Vorbeugung oder Behandlung, eine eigene Dosierung.
Auf dieser Grundlage wurde folgender Plan aufgestellt:
1. Sehr schwachte Dosen: (2 Tropfen D-Cure 2.400 I.E./ml pro Tag)
Vorbeugende Maßnahme bei teilweiser oder völliger Magenablation bei älteren Personen.
2. Schwache Dosen: (6 bis 15 Tropfen D-Cure 2.400 I.E./ml pro Tag oder 1 Ampulle D-Cure 25.000 I.E. pro Monat).
Vorbeugung der Osteoporose: 6 bis 12 Tropfen pro Tag oder 1 Ampulle pro Monat oder 2 Monate, wobei eine gleichzeitige Calciumzufuhr erforderlich ist.
Vorbeugung von Rachitismus bei Säuglingen: 6 Tropfen pro Tag über das gesamte erste Jahr; dann, über die folgenden 3 Jahre, weiterhin 6 Tropfen pro Tag, doch über die Wintermonate.
Bei Frauen während der Schwangerschaft und der Stillzeit: etwa 6 Tropfen pro Tag oder 1 Ampulle alle 2 Monate.
3. Mittlere Dosen: (1 Ampulle D-Cure 25.000 I.E. pro Woche)
Für Personen, die Antikonvulsiva, Phenobarbital und Phenytoin einnehmen, für die eine biologische Kontrolle die Notwendigkeit einer Vitamin-D-Kur ergab.
Ernährungsbedingte Osteomalazie.
Zustände, die auf einen Anstieg der Fette im Stuhl zurückzuführen sind.
4. Starke Dosen: (3 Ampullen D-Cure 25.000 I.E. pro Tag über 1 bis 2 Monate)
Rachitismus oder Osteomalazie aufgrund einer schlechten Aufnahme des Vitamin D.
Bei Behandlungsbeginn von Rachitismus und der Behandlung der Osteomalazie ist es zusätzlich erforderlich, für eine ausreichende Calciumzufuhr zu sorgen.
Verabreichungsweg und Darreichungsform:
Zum Einnehmen.
Der Inhalt der 25.000 I.E. D-Cure-Ampulle oder die D-Cure 2.400 I.E./ml-Tropfen werden als solche genommen oder mit Flüssigkeiten gemischt: Milch, Fruchtsaft oder anderen Lebensmitteln, ohne den Geschmack zu verändern (siehe Abbildungen auf der Packung D-Cure 25.000 I.E.).
D-Cure 2.400 I.E./ml-Tropfen können auch mit einem Löffel verabreicht werden.
Wenn Sie eine größere Menge von D-Cure eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine gröβere Menge von D-Cure haben angewendet, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum (070/245.245).
Symptome einer Überdosierung
Ergocalciferol (Vitamin D2) und Colecalciferol (Vitamin D3) besitzen eine relativ geringe therapeutische Breite. Bei Erwachsenen mit normaler Nebenschilddrüsenfunktion liegt die Schwelle für Vitamin-D-Intoxikation zwischen 40.000 und 100.000 I.E. pro Tag über 1 bis 2 Monate. Säuglinge und Kleinkinder können schon auf weitaus geringere Konzentrationen empfindlich reagieren. Deshalb wird vor der Zufuhr von Vitamin D ohne ärztliche Kontrolle gewarnt.
Überdosierung führt sowohl zu einem Anstieg von Phosphat im Blut und Harn als auch zum Hypercalcämiesyndrom (erhöhte Calciumkonzentration im Blut) und folglich auch zur Calciumablagerung in den Geweben und vor allem in den Nieren (Nierensteine und Nierenverkalkung) und den Gefäßen.
Die Symptome einer Intoxikation sind wenig charakteristisch und äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, anfangs auch Durchfall, später Verstopfung, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, anhaltender Schläfrigkeit, Azotämie, (erhöhte Stickstoffkonzentration im Blut), gesteigertem Durst, und erhöhtem Harndrang und, in der Endphase, Austrocknung. Typische Laborbefunde sind Hypercalcämie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut), Hypercalciurie (erhöhte Calciumkonzentration im Harn) sowie erhöhte Serumwerte für 25-Hydroxycolecalciferol.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Überdosierung erfordert Maßnahmen zur Behandlung der oft lang anhaltenden und unter Umständen bedrohlichen Hypercalcämie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut).
Als erste Maßnahme ist das Vitamin-D-Präparat abzusetzen; eine Normalisierung der Hypercalcämie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut) infolge einer Vitamin-D-Intoxikation dauert mehrere Wochen.
Abgestuft nach dem Ausmaß der Hypercalcämie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut), können calciumarme bzw. calciumfreie Ernährung, reichliche Flüssigkeitszufuhr, Erhöhung der Harnausscheidung mittels des Arzneimittels Furosemid sowie die Gabe von Glucocorticoiden (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter allergischer Erkrankungen) und Calcitonin (Hormon zur Regulierung der Calciumkonzentration im Blut) eingesetzt werden.
Bei ausreichender Nierenfunktion kann das Blutcalcium durch Infusionen mit isotonischer Kochsalz-Lösung (3 bis 6 l in 24 Stunden) mit Zusatz von Furosemid (zur Erhöhung der Harnausscheidung) und u.U. auch 15 mg/kg Körpergewicht/Stunde Natriumedetat (Arzneimittel, das Calcium im Blut bindet) unter fortlaufender Calcium- und EKG-Kontrolle recht zuverlässig abgesenkt werden. Bei verminderter Harnausscheidung ist dagegen eine Hämodialysebehandlung (Blutwäsche) mit einem Calcium-freien Dialysat angezeigt.
Ein spezielles Gegenmittel existiert nicht.
Befragen Sie bitte Ihren Arzt zu den Zeichen einer Überdosierung von Vitamin D.
Wenn Sie die Einnahme von D-Cure vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von D-Cure abbrechen
Ausschließlich im Falle von Störungen anwenden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker .